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China ist bei der Frankfurter Parade der Kulturen

2012-06-24
 
Noch Bunter  als in der Vergangenheit ging es bei der Frankfurter Parade der Kulturen zu: Unter dem Motto "Respekt! Jetzt erst recht!" setzten rund 1.600 Teilnehmer am Samstag ein Zeichen gegen den Rassismus. 
 

Asiatische Tänzerinnen bei der Parade der Kulturen am Samstag in Frankfurt

 Chinesische Tänzerinnen bei der Parade der Kulturen

In farbenfrohen Kostümen und Trachten, tanzend und bei lauter Musik - so zogen die rund 1.600 Teilnehmer aus mehr als 100 Kulturkreisen am Samstagnachmittag mit ihrer Parade der Kulturen durch die Frankfurter Innenstadt. Bei der 8. Auflage der Veranstaltung zeigten sie nach Angaben der Organisatoren auf diese Weise rund 70.000 Zuschauern, die am Straßenrand standen, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft friedlich und fröhlich zusammenleben können.

Unter den rund 50 angemeldeten Gruppen waren Tänzer aus der Südsee oder Venezuela ebenso, wie Musikgruppen aus China und Afrika. Am Ende des Zuges wurden auf dem Römerberg die phantasievollsten Kostüme prämiert. Unpolitisch war das Spektakel nie - doch in diesem Jahr hatte es ein besonderes, ernstes Anliegen. Die Parade richtete sich ausdrücklich gegen den Terror der rechtsradikalen Gruppe NSU, die neun Menschen ausländischer Herkunft ermordet hatte und dabei jahrelang unentdeckt bleiben konnte.
 

Die Vielfältigkeit Frankfurts

Sich gegen Neonazis stellen: Das war von Anfang an die Idee der Parade der Kulturen. Immer mehr Demos von Rechtsradikalen gab es vor gut zehn Jahren in Frankfurt - dagegen wollte der Veranstalter der Parade, der Jugendring Frankfurt, ein Zeichen setzen. Man wollte die Vielfältigkeit unterschiedlicher Kulturen und Nationen in der Stadt betonen und für einen Tag erlebbar machen. Im Laufe der vergangenen Jahre ist die Parade so zu einer Mischung aus politischer Demonstration und interkulturellem Fest geworden.

                         
In diesem Jahr hatte der Fußballspieler Oka Nikolov, Torhüter der Frankfurter Eintracht, die Schirmherrschaft übernommen. Nicht nur auf dem Fußballplatz sei kein Raum für Rassismus, sagt er. Und: "Ich freue mich, mit dieser internationalen Stadt Frankfurt verbunden zu sein und möchte, dass dies auch so bleibt. Dafür setzt sich die Parade der Kulturen ein und darum unterstütze ich sie."
 

"Respekt muss immer wieder hergestellt werden"

Der Vorsitzende des Frankfurter Jugendrings, Jan Lamprecht, sagte zum Motto der Veranstaltung: "Dass es einer Gruppe Neonazis gelingen konnte, so viele Menschen zu ermorden, ohne dass dies frühzeitig aufgeklärt wurde und dass sich nun im Nachhinein die Diskussionen über die Konsequenzen im politischen Klein-Klein verlieren, macht deutlich, dass gegenseitiger Respekt immer wieder neu hergestellt und demonstriert werden muss. Dies soll die diesjährige Parade besonders zum Ausdruck bringen."

                      
Und so wurde nach Angaben des Veranstalters diesmal ein besonders buntes Bühnenprogramm geboten. Außerdem gab es wieder den Markt der Kulturen mit vielen nationalen und internationalen Köstlichkeiten, daneben ein großes Kinderprogramm zum Zuschauen und Mitmachen.
(Quelle: hr-online 23.6.2012)
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