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Die Dinge des Lebens aus China

2012-02-24
                     

Das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt zeigt alltägliche Gegenstände aus China. Dazu gehören so kuriose Dinge wie eine Hose mit einem Schlitz für Kleinkinder und eine Motorrad-Rikscha, aber keine Glückskekse.

 

Chinesische Dinge: Motorrad Rikscha © Stadt Frankfurt am Main

Zuerst war das Buch da, „Chinesische Dinge", das bei der Frankfurter Buchmesse 2009 vorgestellt wurde. Dann entstand die Ausstellung. Sie war zuerst in Peking zu sehen, jetzt ist sie nach Frankfurt gewandert – wo sie ein deutsches Publikum auf andere Weise verblüffen wird.

Kurator Wu Xuefu von Popcorn erzählt, dass er eine der Blumen-Thermoskannen, die in China zum Alltag gehören, in einem Pariser Designerladen gekauft hat. Über die rote Unterhose wird ein Chinese lächeln, während sie einem Europäer erst etwas erzählt, wenn er erfährt: Im Jahr des Drachen, also jetzt, zum Beispiel tragen alle Chinesen, die in einem Jahr des Drachen geboren wurden, rote Unterhosen. Wer das albern findet, wird von seinen Eltern bedrängt. Denn die rote Unterhose bringt ihn heil durchs Jahr. Die Wäscheindustrie ist froh, sagt Wu Xuefu.

Glückskeks und goldenes Sparschwein

Sind Chinesen also kitschig, rückwärtsgewandt, modern, technikbegeistert, sonderbar? Die Ausstellungsmacher denken nicht daran, das zu beantworten. Es ist einfach so, dass das einfache chinesische Dinge sind. Darum gibt es auch nirgendwo einen Glückskeks.

                 Dank der schönen Wimpern sieht das goldene Sparschwein wie eine Katze aus.

Das goldene Sparschwein ist auch Europäern nicht direkt ungeläufig. Sie kennen aber vermutlich nicht das Gedicht des buddhistischen Mönches, dem die besondere Pointe auffiel: Ein Sparschwein will ja seinen Bauch füllen, ohne zu ahnen, dass es genau deshalb einmal zerhauen/geschlachtet werden wird (wie angenehm, wenn ein Schwein einen kompromisslerischen Gumminoppen im Bauch hat). Dass das in Frankfurt gezeigte goldene Sparschwein wie eine Katze aussieht, machen allein die hübschen Wimpern.

(Quelle:Frankfurter Rundschau)

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