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Chinas Interesse am Bio-Landbau

2012-02-12
 
Nein, Müsli wird in China nicht zum Frühstück gegessen, auch keine Brötchen oder Marmelade. In China kommen Hühnersuppe und ein Brei aus gekochtem Reis und dem gesalzenen Gemüse auf den Tisch, manchmal auch ein gedämpfter Kuchen. Das erklärte der chinesische Generalkonsul Wen Zhenshun beim Besuch auf dem Bio-Bauernhof und im Bioladen der Familie Etzel in Wehrheim von Hessen, als er vor den Cerealien stand.
 
Paul Erich Etzel und Beate Illbruck präsentierten dem chinesischen Generalkonsul Wen Zhenshun Äpfel aus der Region.
Die Chinesen essen jedoch, ebenso wie die Deutschen, gerne Äpfel. Aber – anders als hier – gibt es in China auch Ananas, Clementinen oder Apfelsinen, die ins kalte Deutschland aus fernen Ländern eingeführt werden müssen. In den Feuertopf, der in China in der kalten Jahreszeit besonders beliebt ist, gehören zwar Lamm- und Rindfleisch, aber Schweinefleisch stehe in China im Verbrauch an erster Stelle.

Der Kreislauf von der Produktion bis zum Verkauf interessierte die Chinesen besonders. "Auch bei uns kaufen die Menschen verstärkt biologisch erzeugte Lebensmittel", erklärte der Generalkonsul, der in Frankfurt lebt. Beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Homburg hatte Paul Erich Etzel ihn kennengelernt und eingeladen. Seit es der chinesischen Bevölkerung wirtschaftlich besser gehe, sei auch das Umweltbewusstsein gewachsen, sagte Herr Wen. "Die Menschen fahren lange Strecken aufs Land, um dort direkt bei den Bauern einzukaufen."

Der Generalkonsul, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt, sagte, dass er an der landwirtschaftlichen Entwicklung sehr interessiert sei. Deutschland sei Vorreiter und damit für chinesische Projekte interessant. Etzel riet, die Landwirtschaft in China bei der Umstrukturierung nicht auszubluten, den Ansturm auf die Städte zu mindern und den Menschen auf dem Land und vor allem in der Landwirtschaft eine Existenz zu ermöglichen.

(Quelle:Frankfurter Neue Presse, Autorin:mai)

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