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Generalkonsul Wen Zhenshun gedenkt John Rabe

2010-03-16
 

Am 15. März war Generalkonsul Wen Zhenshun in Heidelberg zu Besuch bei Professor Thomas Rabe, dem Enkel von John Rabe, der bei dem Massaker von Nanking zahlreichen Chinesen das Leben gerettet hatte.

Professor Rabe und seine Ehegattin begrüßten Generalkonsul Wen herzlich in ihrem Wohnhaus. In Begleitung von Professor Rabe besuchte Generalkonsul Wen das von ihm gegründete John Rabe Kommunikationszentrum und legte einen weißen Blumenstrauß vor der Bronzebüste von John Rabe im Garten nieder, die von chinesischen Studenten sowie den in Deutschland lebenden Chinesen gestiftet wurde. Mit großem Respekt verbeugte sich Generalkonsul Wen vor der Bronzebüste von John Rabe, um diesem „ guten Mensch von Nanjing“ seine tiefempfundene Verehrung zu bezeigen. Herr John Rabe sei vor 60 Jahren verstorben, aber seine humanitären Verdienste um die chinesische Zivilbevölkerung im japanischen Aggressionskrieg gegen China werden wir Chinesen , besonders die Einwohner von Nanjing, nie vergessen. Er lebe ewig im Herzen des chinesischen Volks, so der Generalkonsul.

Beim Gespräch zeigte Professor Rabe Generalkonsul Wen einige wertvolle Dokumente wie die Original-Tagebücher von John Rabe. Er sagte, sein Großvater habe lebenslang ein tiefes Mitgefühl für China. Gemeinsam mit anderen Ausländern habe er während des Massakers von Nanjing  mehr als 200.000 Chinesen das Leben gerettet. Entsprechenden Respekt bekomme er zu Lebzeiten in Deutschland aber nicht. Nach der Rückkehr in Deutschland sei er von der Gestapo verhaftet und später von der sowejtischen und britischen Armee inhaftiert worden. Nach der Freilassung habe er eine schwere Zeit durchgemacht und sei in der Armut verstorben. „Respekt und Verehrung bekam er aber immer von der chinesischen Bevölkerung“, so Professor Rabe.

Das John-Rabe-Haus stand in Nanjing im Denkmalschutz, seine Geschichte wurde auch verfilmt. Letzten Oktober wurde John Rabe als „Top Ten International Friends" aus dem Ausland in den letzten 100 Jahren von Radio China International (CRI) ausgezeichnet. Als Nachfahre von John Rabe wurde Professor Rabe vom Vorsitzender des Politischen Konsultativkomitees des Chinesischen Volkes, Jia Qinglin, bei der feierlichen Zeremonie in Beijing empfangen.

Als Chefarzt der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg hat Professor Rabe alle seine Freizeit für die Arbeit an dem John Rabe Kommunikationszentrum eingesetzt. Dieses Kommunikationszentrum soll die Friedensidee von seinem Großvater weitertragen, damit mehr Leute, besonders die Jungendlichen in China, Deutschland und Japan diese Geschichte richtig aufarbeiten und das gegenseitige Verständnis verstärken. Zurzeit engagiert er sich aktiv für ein Austauschprojekt für gemeinsame Forschung der Kriegsgeschichte in China, Deutschland und Japan.

Generalkonsul Wen sicherte Unterstützungen für die Arbeit des John Rabe Kommunikationszentrums zu und begrüßte den Chinabesuch von Professor Rabe und seiner Familie im kommenden Mai.

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