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Generalkonsul Wang Shunqing im Austausch mit Freunden im Konsularbezirk über die chinesisch-deutsche Freundschaft

2017-08-26

Am 23. August organisierte das Generalkonsulat Frankfurt die dritte Runde der Veranstaltungsreihe „Dialog mit dem Generalkonsul“. Als Gast zum Dialog war Dr. Norbert Egger - ehemaliger Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim - eingeladen, der sich seit Langem vor Ort für die freundschaftliche Kooperation zwischen China und Deutschland einsetzt und Ehrenbürger von Zhenjiang und Qingdao ist. Im Zuge des Dialogs sprach Generalkonsul Wang Shunqing mit Herrn Egger über dessen Arbeit im Aufbau Städtepartnerschaft zwischen Mannheim und Zhenjiang sowie Qingdao, in der Errichtung des Chinesischen Gartens sowie seine reiche Erfahrung an umfassender freundschaftlicher Zusammenarbeit mit verschiedenen Orten in ganz China. Vertreter von 15 deutsch-chinesischen Freundschaftsvereinigungen aus den vier Bundesländern, aus denen der Geschäftsbereich des Generalkonsulats in Frankfurt am Main besteht, Herr Eggers Kollegen und Partner sowie deutsche und chinesische Pressevertreter bildeten das über 100-köpfige Publikum, das den Dialog verfolgte.

Herr Egger brachte zum Ausdruck, dass er bereits zu seiner Studienzeit ein reges Interesse an China entwickelte. Während er sich schrittweise mit der chinesischen Kultur befasste und und sie verstand, faszinierte ihn besonders die herausragende Fähigkeit des chinesischen Landschaftsbaus, traditionelle Architektur und natürliche Landschaften nahtlos miteinander zu verbinden. Um mehr Deutschen und Europäern die Möglichkeit zu geben, diese Quintessenz des Fernen Ostens zu bewundern, entschloss er sich zum Bau eines authentischen chinesischen Gartens in Mannheim. Im September 2001 wurde der „Duojingyuan“ (Garten der vielen Aussichten), der im klassischen Jiangnan-Stil, einem Stil der Regionen südlich des Flusses Jangtse, gehalten ist und eine Fläche von über 6000 m² einnimmt, fertiggestellt. Er ist der größte chinesische Gartenkomplex Europas und lockt jedes Jahr über eine Million Touristen aus Deutschland und Europa an.

Herr Egger betonte darüber hinaus, dass China während seiner 24 Jahre als Erster Bürgermeister Mannheims enorme Erfolge in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung verzeichnen konnte. Auf seinen Initiative hin verbesserte die Stadt Mannheim aktiv ihre Beziehungen zu China. Nach jahrelanger enger Zusammenarbeit erklärte sie 2004 Zhenjiang (Provinz Jiangsu) und 2016 Qingdao (Provinz Shandong) zu offiziellen Partnerstädten, was einen positiven Einfluss auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit beiden Städten hatte.

Herr Egger verwies darauf, dass über die Jahre alle großen chinesisch-deutschen Kooperationsprojekte, die er entweder konzipiert oder zu denen er beigetragen hatte, sukzessive verwirklicht wurden. Von Oktober 2007 bis Juni 2008 fand die Ausstellung „Ursprünge der Seidenstraße“ zu Kulturreliquien aus Xinjiang in Berlin und Mannheim statt. Im September 2012 wurde im Rahmen des Chinesisch-Deutschen Kulturjahres in Mannheim die Ausstellung „The 100 Contemporary Projects“ zu zeitgenössischer chinesischer Architektur organisiert. Im April 2016 wurde eine Statue Albert Einsteins, die 2008 fertiggestellt und enthüllt worden war, offiziell im Zhangjiang Hi-Tech Park in Shanghai aufgestellt. Diese Projekte waren allesamt enorm erfolgreich und wurden zu Zeugnissen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland. Darüber hinaus führte er 2005, 2012 und 2014 Austauschgruppen mit mehr als 100 Teilnehmern aus Mannheim zu ihrem Besuch nach China und förderte dadurch den Kontakt zwischen Deutschland und China auf ziviler Ebene, insbesondere den Austausch zwischen Jugendlichen.

Generalkonsul Wang stellte fest, dass Herr Egger ausdauernd und konsequent den freundschaftlichen Kontakt der Stadt Mannheim zu China förderte und in den Aufbau partnerschaftlicher Beziehungen zu Zhenjiang und Qingdao sowie den Austausch und die Zusammenarbeit in kulturellen Belangen viel Herzblut hineinsteckte. Die harte Arbeit und Selbstlosigkeit hinter diesen Leistungen seien ebenso beeindruckend wie Herrn Eggers Beitrag zur chinesisch-deutschen Freundschaft.

Anschließend bat Generalkonsul Wang die Vorsitzende des Landesverbandes der China-Gesellschaften Rheinland-Pfalz Monika Gräfin v. Borries, den Vorsitzenden der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Stuttgart Rainer Dold, den „Botschafter der Freundschaft des chinesischen Volkes“ Karl-Heinz Gass usw. auf die Bühne, um mit dem Publikum Anekdoten und Geschichten aus ihrem jahrzehntelangen Kontakt mit China zu teilen.

Abschließend betonte Generalkonsul Wang, wie wichtig es sei, zum 45. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland die Geschichte der Freundschaft beider Länder Revue passieren zu lassen. Die anwesenden Persönlichkeiten und Vertreter deutsch-chinesischer Freundschaftsgesellschaften hätten in der schwierigen Anfangsphase des Kontakts zwischen beiden Ländern eine wichtige Rolle gespielt und sich unermüdlich in die Arbeit für den freundschaftlichen Kontakt gestürzt und hätten so einen wichtigen und unersetzlichen Beitrag zur heutigen guten Lage der chinesisch-deutschen umfassenden strategischen Partnerschaft geleistet. Er freue sich darauf, dass sich die Freundschaftsgesellschaften auch in Zukunft weiter für die Entwicklung chinesisch-deutscher Beziehungen einsetzen werden, um insbesondere das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft zwischen beiden Völkern zu vertiefen.

Die anwesenden 15 deutsch-chinesischen Freundschaftsgesellschaften kamen aus Stuttgart, Mannheim, Heidelberg, vom Bodensee, aus dem Schwarzwald, Mainz, Speyer, Worms, Koblenz, Donnersberg, Wiesbaden, Frankfurt am Main, Bad Homburg, Hanau und Saarbrücken.

Vor und nach dem Dialog wurden Generalkonsul Wang und Herr Egger von einer Reihe chinesischer und deutscher Medien interviewt.

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