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Generalkonsul Wang Shunqing im Gespräch mit Klaus Schlappner über chinesischen und deutschen Fußball

2017-04-22

Am 21. April fand im Generalkonsulat in Frankfurt am Main der zweite „Dialog mit dem Generalkonsul“ statt. Ehrengast dieser Veranstaltung war der erste ausländische Nationaltrainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft Klaus Schlappner. Generalkonsul Wang und Schlappner erinnerten sich gemeinsam an die legendäre Zeit vor 25 Jahren, als Schlappner Trainer der chinesischen Nationalmannschaft wurde und unterhielten sich angeregt über die Verbindungen zwischen China und Deutschland im Bereich Fußball. Anwesend waren Vertreter der Deutschen Fußball-Liga, politische Führungskräfte verschiedener Ortschaften aus dem Konsularbezirk sowie Verantwortliche aus dem Sportbereich, eine Reihe von Fußballspielern aus der Profi- und Jugend-Liga und Vertreter chinesischer und deutscher Medien.

Schlappner sagte, als der chinesische Fußball-Bund ihn damals einlud, Nationaltrainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft zu werden, sei er nicht nur sehr erstaunt, sondern auch äußerst erfreut gewesen. Nachdem er das Angebot angenommen hatte, habe er sofort eine komplette Reorganisation der Mannschaft in Bereichen wie Training, Diät und Disziplin vorgenommen. Die Veränderung sei sofort festzustellen gewesen und die Mannschaft habe in darauffolgenden Spielen gleich sehr gute Erfolge erzielt. Die Niederlage in den WM-Qualifikationsspielen 1993 empfinde er aber auch heute noch als frustrierend. Was er an diesen Jahren als Nationaltrainer in China am meisten schätze, seien die daraus entstandenen Freundschaften und die tiefe Verbundenheit mit China.

Schlappner sagte, Deutschland sei eine starke Fußball-Nation. Der kräftige und robuste Stil des deutschen Fußballs könne ein gutes Vorbild für China sein. Er sei sehr erfreut über die immer häufigeren Kooperationen im Bereich Fußball zwischen den beiden Ländern, an denen er selbst auch das Glück habe, teilnehmen zu können. In den letzen Jahren habe er sich stark für chinesisch-deutsche Jugend-Fußballturniere oder Projekte wie die Gründung einer Fußball-Schule in China eingesetzt – immer mit dem Ziel, den jugendlichen Spielern in beiden Ländern Gelegenheiten zum Austausch und zum Aufbau von Freundschaften zu bieten. Die Chinesischen Spieler seien sehr talentiert und kompetent, und es sei ein durchaus erreichbares Nah-Ziel, dass sie eine der Spitzenmannschaften in Asien werden könnte.

Schlappner erwähnte noch, obwohl er schon lange nicht mehr Nationaltrainer sei, beobachte er doch sehr genau die Entwicklungen in China. China habe sich in den letzten 30 Jahren extrem gewandelt, das Land habe sich mehr und mehr geöffnet und die erzielten Fortschritte habe man sich damals nicht erträumen lassen.

Generalkonsul Wang meinte, Fußball sei ein heißes Thema in China und würde auch immer mehr zu einem neuen Inhalt der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit. Wenn man jetzt daran zurückdenke, wie Schlappner vor 25 Jahren als Nationaltrainer der chinesischen Nationalmannschaft nach China ging, dann sei das schon eine wahre Legende. Diese Geschichte übersteige den Bereich des Fußballs und sei zu einem Wahrzeichen für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern geworden. In diesem Jahr, wo sich die Aufnahme der chinesisch-deutschen diplomatischen Beziehungen zum 45. Mal jährte, erhalte das Erinnern an diese Geschichte noch einmal eine ganz besondere Bedeutung. Er drückte seine Hoffnung aus, dass China und Deutschland im Bereich Fußball immer enger kooperierten und dazu beitrügen, dass der Traum Chinas, eine starke Fußball-Nation zu werden, Wirklichkeit werden könne.

Jugendliche Spieler aus lokalen Fußballvereinen wie Mannheim und Worms erzählten den Gästen von ihrer Teilnahme an den chinesisch-deutschen Jugendfußballturnieren der vergangenen Jahre und welche wertvollen Erfahrungen sie in der Begegnung mit jungen chinesischen Spielern gemacht hatten. Vertreter der in der deutschen Liga spielenden chinesischen Mannschaft „FC Frankfurt JQ“ erzählten von ihren Empfindungen als in Deutschland spielende Chinesen und überreichten dem Generalkonsul und Herrn Schlappner zum Abschluss Trikots ihrer Mannschaft.

Nach dem Gespräch gaben Generalkonsul Wang und Herr Schlappner noch Interviews für viele chinesische und deutsche Journalisten.

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