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Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Worms besteht seit 30 Jahren

2013-11-28

WORMS - „Sehr bald“ hofft Oberbürgermeister Michael Kissel zum ersten Mal nach China fahren zu dürfen, um dort den Partnerschaftsvertrag mit der chinesischen Stadt Ningde zu unterzeichnen. Das betonte er am Mittwochabend bei der Jubiläumsfeier der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft (GDCF Worms). Anlässlich des 30-jährigen Bestehens empfing der Stadtchef Ehrengäste aus China und Deutschland im Rathaus.

Kissel wies auf die Debatte über Sinn und Zweck einer weiteren, siebten Städtepartnerschaft von Worms hin. „Der Stadtrat hat mal entschieden: Wir haben sechs Partnerstädte und brauchen keine weitere“, erzählte Kissel. „Aber“, betonte der Stadtchef, „eine solche Partnerschaft ist das beste Mittel zur Völkerverständigung und um aktiven Frieden zu erreichen.“ Das habe bereits Helmut Schmidt erkannt, als er einst als erster Bundeskanzler den Kontakt nach China hergestellt habe. Die Wormser Fachhochschule, so Kissel stolz, habe in ihrem Touristik-Studiengang bereits in den 80er-Jahren erste Studenten aus China begrüßen dürfen. „Das zeigt die Weltoffenheit und die Aufgeschlossenheit der Stadt“, freute sich Kissel.

Der junge Vorsitzende des GDCF, Björn Zeus, der neben dem verdienten GDCF-Ehrenvorsitzenden und Gründungsvater Professor Dr. Jürgen Bosch saß, freute sich, dass sich der Verein in Worms etabliert hat. „Das zeigt, wie gut sich die Idee des Vereines ,Begegnung und Austausch‘ bewährt hat und wie gut es doch war, sich vor nunmehr 30 Jahren zusammenzuschließen“, sagte Zeus. Er erinnerte daran, dass jene drei Studenten, die in den 80ern an die FH kamen, den Stein ins Rollen gebracht haben: „Wormser Bürger wollten sich um sie kümmern und gründeten diesen Verein. Die Sorge um die chinesischen Studenten machte tatsächlich anfangs einen guten Teil der Aktivitäten aus: Sie bekamen Theaterkarten vermittelt und Filmveranstaltungen wurden organisiert, Gartenfeste und Ausflüge in die Umgebung.“ Eine von vielen, wichtigen Aktivitäten des Vereines sei etwa die Unterstützung eines Patenkindes in Ningde seit 2011, Huang Xiurong.

Bei dieser feierlichen Gelegenheit wurde im Rathaus eine Ausstellung des Künstlers Liu Jungang aus Peking eröffnet. Der 57-Jährige ist Mitglied der chinesischen Künstler-Gesellschaft und Professor an der Volksuniversität in Peking. Er war nicht zum ersten Mal in Worms: Neben Ausstellungen in China, Japan und den USA hat er seine Werke bereits zwei Mal in der Nibelungenstadt präsentiert.

Die musikalische Gestaltung übernahm Norman Bravo, Schüler von Zhao Chanyuan, einer bekannten chinesischen Zheng-Virtuosin. Der Musiker, der mittlerweile auch eigene Stücke komponiert, beeindruckte mit seinem Spiel auf der Wölbbrettzither Guzheng – ein aus Saiten bestehendes klassisches chinesisches Musikinstrument.

(von Christian Mayer, Quelle: Wormser Zeitung)

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